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Fahrradverrücktes Team

Vier von fünf Mitarbeitern treten regelmäßig in die Pedalen

teilAuto-Niederlassung in Halle (Saale) Ein fahrradverrücktes Team bilden die Mitarbeiter der teilAuto-Niederlassung in Halle, deren Büroräume sich fast im Zentrum der Saalestadt befinden, nämlich in der Scharrenstrasse in unmittelbarer Nähe zum Innenstadtring. Trotz hervorragender Anbindung an das örtliche Straßenbahnnetz – die nächste Haltestelle befindet sich keine drei Minuten Fußweg entfernt – kommen vier der fünf Mitarbeiter regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit.

Neuling unter den Pedalrittern ist Werner Hertzer. Der Hallenser ist erst im Sommer aufs Fahrrad umgestiegen, fuhr nach einem Fahrradunfall vor etlichen Jahren prinzipiell mit dem Auto oder mit der Straßenbahn. Den Anstoß, sich wieder aufs Rad zu schwingen, gab ihm die ADFC-Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“. Hertzer wohnt am Rannischen Platz. Von dort aus radelt er täglich 20 bis 25 Minuten pro Strecke ins Büro, übrigens bei Wind und Wetter. „Ich habe mir extra ein Regencape angeschafft“, sagt der 57-Jährige stolz.

Dass ihr Kollege einmal so durchstarten würde, hätte Gabi Gleitsmann nie gedacht. „Ich freue mich für ihn. Er hält sich fit und tut gleichzeitig etwas für die Umwelt“, sagt die in Halle-Neustadt wohnhafte Gleitsmann. Sie selbst trete übrigens schon ihr halbes Leben in die Pedale. „Ich bin früher sogar jeden Tag von Neustadt nach Buna geradelt – und das auf einer stark befahrenen Strecke.“ Ausgemacht hätten ihr die zehn Kilometer nichts. Im Gegenteil: „Es hat immer Spaß gemacht, auch wenn Verwandte und Freunde mich nie verstanden haben, denn die S-Bahn-Station war nur einen Schritt entfernt.“

Heute hat Gabi Gleitsmann einen ruhigeren Weg zur Arbeit: Jeden Morgen radelt sie gemütlich über die Peißnitz-Insel in die Innenstadt. Circa 20 bis 25 Minuten benötige sie für den Weg. „Wenn es mal schnell gehen muss, fahre ich über die Magistrale, wo ein sehr guter Radweg langführt.“ Gleitsmann bezeichnet sich selbst als „absolut vernarrt ins Radfahren“. Warum? Manchmal, wenn sie auf dem Heimweg sei, lege sie sogar einen kleinen Umweg ein. „Wenn ich am Ende eines turbulenten Arbeitstages auf dem Rad sitze und bequem nach Hause radle, kann ich den Stress wunderbar hinter mir lassen.“ Dann beginne der eigentliche Feierabend, sagt die Hallenserin.

Ähnlich gehe es auch den anderen beiden Mitarbeiterinnen, die täglich ins Büro strampeln und – wie Gabi Gleitsmann auch – gar kein Auto besitzen. „Wir fahren Fahrrad und nutzen öffentliche Verkehrsmittel. In dringenden Fällen mieten wir uns einfach ein Auto.“ Bei ihr selbst komme das übrigens sehr selten vor; höchstens zwei bis drei Mal im Jahr. Dass die drei über die ADFC-Aktion hinaus weiter radeln werden, steht außer Frage. Und Herr Hertzer, der erst im Rahmen des Projektes den Umstieg wagte? „Er bleibt sicher auch dabei. Schließlich ist unsere Begeisterung fürs Radeln ansteckend.“, so Gleitsmann. Da fehle es eigentlich nur noch, dass auch die fünfte im teilAuto-Team, Bärbel Pfeiffer, umsattelt. „Ich würde gern, aber von Halle-Silberhöhe bis in das Zentrum gibt es so gut wie keine Radwege.“, bedauert sie.

teilAuto Fahrradständer
Hier haben die teilAuto-Mitarbeiter genügend Platz, ihre Räder sicher abzustellen.

Werner Hertzer
Werner Hertzer kam über das ADFC-Projekt zum Radfahren.

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